DURCHGECHECKT – ADVENTSSPECIAL: Steffen Schnizer

Dirk_Artikel  | Autor: Dirk Hausmann |

Steffen Schnizer – Ein Name, der vielen nichts sagen wird. Den Fans der Heilbronner Falken hingegen schon. Seit mehr als 30 Jahren ist er ein Teil der Falkenfamilie. Diejenigen, die bereits zu einem Spiel in der Kolbenschmidt Arena waren kennen zumindest seine Stimme. In unserem dritten Adventsspezial schauen wir auf Steffen Schnizer, den Stadionsprecher der Heilbronner Falken.

 

Foto: Dirk Hausmann
Foto: Dirk Hausmann

„Ich habe durchaus auch einen Eishockeyhintegrund hier in Heilbronn. Anfang der achtziger Jahre habe ich im Nachwuchs gespielt“, antwortet Steffen auf die Frage, warum er nahezu jede Woche Aufstellungen und Torschützen über die Lautsprecher mitteilt. „Parallel dazu habe ich in der ersten Mannschaft die Zeitnahme mitgemacht und auch die Strafbank. Irgendwann ging es darum, dass der aktuelle Stadionsprecher in den Ruhestand wollte. Da habe ich gesagt: Ich übernehme das, ich mache das! Seit dem bin ich dem treu geblieben.“ Im Vergleich zu vielen Kollegen ist Steffen kein Vorturner und oder laut schreiender Anpeitscher. Am ehesten würde passen ihn sachlich zu umschreiben. „Ich versuche schon emotional zu sein, auch Fans und Mannschaft mitzunehmen. Bei meiner Tätigkeit als Stadionsprecher ist mir allerdings sehr wichtig, dass ich den gegnerischen Spieler und Fans gegenüber respektvoll bin. Das gehört für mich ohne Zweifel dazu. Der Stadionsprecher ist nie der wichtigste im Stadion, sondern das sind die Mannschaften auf dem Eis.“

Bei der letzten Heim-WM in Deutschland ging Steffen „fremd“ und saß am Sprechertisch der SAP-Arena in Mannheim. „Der Kontakt kam über die Adler. Seit vielen Jahren haben die ihr Urgestein Udo Scholz am Mikrofon. Allerdings ist es wohl so, dass sein Englisch nicht gut genug ist um internationale Spiele zu machen. Aufgrund der damaligen Kooperation zwischen den Adler und den Heilbronner Falken waren immer wieder Adler-Mitarbeiter hier in der Halle und da wurde ich gefragt, ob ich die WM-Spiele in der SAP-Arena als Stadionsprecher begleiten möchte. Das hab ich natürlich sehr gerne gemacht.“

Während wir mit Steffen sprachen, stand sein Sohn neben uns. Besonders zur Weihnachtszeit und dem dann sehr vollen Spielplan sei daher die Frage erlaubt, wie man Beruf, Familie und Eishockey zeitlich miteinander verbinden kann. „Das schöne ist, dass meine Frau mich kennengelernt hat, als es schon Eishockey in meinem Leben gab (lacht). Da ich beruflich sehr eingespannt und viel unterwegs bin, ist Eishockey für mich eine sehr schöne Freizeitbeschäftigung und ich genieße es, hier abschalten zu können. Mein Sohn begleitet mich gerne. Nicht immer, aber bei ausgesuchten Spielen sind dann auch meine Tochter und meine Frau dabei.“ Steffens Sohn schien unter Zeitdruck. Nicht verwunderlich, immerhin wartete ein gepacktes Auto auf die Beiden: „Wir fahren jetzt nach Lech zum Skifahren. Nächste Woche bin ich beruflich in den USA, aber pünktlich zum Spiel gegen die Bayreuth Tigers bin ich wieder in der Halle. Eishockey ist aber natürlich nur nebenbei und mein Beruf geht eindeutig vor. Zum Glück sind die Spiele aber zumeist am Wochenende, so dass ich beides unter den viel besagten Hut bekomme.“

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