NACHGECHECKT: ERC Ingolstadt vs. Adler Mannheim

Am Sonntagabend traf der ERC Ingolstadt auf die Adler Mannheim. Für die Panther war es ein wichtiges Spiel im Kampf um die Playoff-Plätze. Die Adler, mit dem Selbstbewusstsein von drei Siegen in Folge angereist, hatten aber auch nichts zu verschenken. Unser Experte Mannix Wolf hat sich das Spiel angeschaut:

 

Foto: Grit Büttner
Foto: Grit Büttner

Den besseren Start in die Partie erwischten, auch dank zweier Powerplays in den ersten Minuten, die Gäste aus Mannheim. Folgerichtig gingen die Adler in Front: Brent Raedeke fälschte im zweiten Überzahlspiel einen Schuss von Sinan Akdag unhaltbar zur Führung ab. In dieser Anfangsphase zeigten sich die Mannheimer, besonders durch Denis Reul sehr aggressiv im Körperspiel. Drei harte aber faire Checks sorgten für Wut auf den Zuschauerrängen, meiner Meinung nach unnötig. Für mich war ebenso unverständlich, warum der dritte Check, der mitten auf dem Eis stattfand, als Bandencheck von den Schiedsrichtern geahndet wurde. Dieses Powerplay des ERC drehte aber den Spielfluss in Richtung Mannheimer Tor. Thomas Oppenheimer erzielte nach Vorlage von Petr Taticek per Direktabnahme zunächst den Ausgleich. Nach zwei weiteren Strafen gegen die Adler, über die man diskutieren könnte, war die Partie gedreht. David Elsner und Jean-Francois Jacques brachten die Hausherren innerhalb von 32 Sekunden in Führung.

Mein Fazit: Mit einer unglaublich Powerplayquote von einhundert Prozent zeigen sich der ERC Ingolstadt zum einen sehr effektiv, hatte aber auf der anderen Seite auch Pech, dass Adler-Goalie Dennis Endras mit dem Stock auf der Linie die Chance von Björn Svensson vereitelte. Ein Big Save. Die Gäste aus Mannheim zeigten sich in der Defensivarbeit etwas unkonzentriert.

Zum zweiten Drittel kamen die Adler deutlich konzentrierter aus der Kabine. Alle Reihen kontrollierten die Scheibe öfter und gezielter in der defensiven Zone der Panther. Aus einer solchen Situation legte David Wolf für Garrett Festerling auf, welcher den Puck über die Schulter von Timo Pielmeier zum 2:3 Anschlusstreffer schnippte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt hatten die Mannheimer nicht nur die Kontrolle über die Scheibe, sondern auch über das Spiel übernommen. Die logische Folge war der Ausgleich durch Daniel Sparre. Und bei diesem Treffer hat der Deutsch-Kanadier ganz tief in die Trickkiste gegriffen: Durch die eigenen Beine zurück gelegt und mit dem Schläger durch die Beine abgeschossen sprang der Puck vom linken Pfosten ins Tor. Die Gäste wollten nun mehr und erhöhten den Druck beständig. Eine daraus resultierende Strafe für den ERC nutzte Brent Raedeke mit seinem zweiten Treffer an diesen Abend zur abermaligen Führung: Vom Bullykreis aus schlug die Scheibe im rechten oberen Eck ein.

Mein Fazit: Die Adler bestimmten das Spiel und zeigten ihre Klasse. Der ERC kämpfte, fand aber keine geeigneten Mittel, um wirklich gefährlich zu werden. Ein Lob an dieser Stelle auch an die solide pfeifenden Schiedsrichter.

Das letzte Drittelblieb torlos. Die Defensive der Adler zeigte sich überaus konzentriert und stand kompakt. Alles, was von Seiten der Ingolstädter gefährlich vor das Mannheimer Tor kam, wurde von Dennis Endras in Bestform vereitelt. Auch die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers auf Ingolstädter Seite änderte nichts mehr am Spielstand.

Mein Fazit: Ein verdienter Sieg der Adler Mannheim gegen einen hart arbeitenden ERC Ingolstadt. Dennis Endras wurde verdientermaßen zum „Spieler des Spiels“ gewählt.

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