NACHGECHECKT: DEL-Hauptrunde 2016/17 und „Tschüß, Herberts Vasiljevs“

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| Autor: Dirk Hausmann |

 

Am heutigen Karnevalssonntag endete die DEL-Hauptrunde. Wir fassen das Wichtigste kurz zusammen und verabschieden einen großen Spieler, der leider nie Deutscher Meister wurde.

 

Noch immer zeigt der Kalender Februar an, doch für vier Teams ist die Eiszeit beendet und eine sehr, sehr lange Sommerpause steht für die Fans in Düsseldorf, Schwenningen, Iserlohn und Krefeld an. Seit ihrer Rückkehr in die DEL spielten die Schwenninger Wild Wings ihre erfolgreichste Saison. Platz 12 und 56 Punkte sind die neuen Bestmarken.

Am anderen Ende der Tabelle konnte der EHC Red Bull München die Hauptrundenmeisterschaft verteidigen. Wie schon in der letzten Saison werden die Bayern von Platz 1 aus in die Playoffs gehen. Am Ende der letzten Saison errungen sie zudem die Meisterschaft.

Der Liganeuling aus Bremerhaven spielte eine starke Premierensaison und wird sich nun in der ersten Playoff-Runde mit ERC Ingolstadt um einen Platz im Viertelfinale duellieren.

Mit 54 Scorerpunkten sichert sich der Nürnberger Patrick Reimer den Titel des Topscorers. Jack Combs aus Bremerhaven erzielte 27 Tore und ist damit erfolgreichster Torschütze der Saison. Die meisten Assists (39) steuerte Michael Connolly für seine Straubing Tigers bei. Mit nur 1,87 Gegentoren pro Spiel ist Kölns Gustav Wesslau der Top-Goalie der Saison 2016/´17.

Die meisten Treffer erzielte der Titelverteidiger aus München. 185 Tore erzielten die Red Bulls in den absolvierten 52 Hauptrundenspielen. Die Fans der Krefeld Pinguins konnte hingegen nur 120 Treffer ihres Teams bejubelen. Der schlechteste Wert der Saison.

59 Punkte und 20 Siege konnten die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg auf eigenem Eis einfahren. Kein anderes Team war daheim erfolgreicher. Auch in diesem Bereich sind die Fans der Krefeld Pinguine leidgeprüft, alles andere als eine Festung war der heimische KönigPalast. Lediglich 22 Punkte und sieben Siege gelangen den Pinguinen in 26 Heimspielen.

Wenn am Mittwoch die fünfte Jahreszeit der Karnevals-Jecken mit dem Aschermittwoch endet, beginnt die fünfte Jahreszeit der Eishockey-Fans. Mit den Partien ERC Ingolstadt vs. Fishtown Pinguins Bremerhaven und Eisbären Berlin vs. Straubing Tigers beginnt die erste Playoff-Runde. Während das Team der Red Bull München und die Adler Mannheim noch auf ihre jeweiligen Gegner warten, können sich die Teams aus Nürnberg mit den Augsburger Panthern und die Kölner Haie mit den Grizzlys Wolfsburg bereits auf ihre Kontrahenten im Viertelfinale einstellen.

Tschüß und alles Gute, Herberts Vasiljevs!

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Die Nummer 23 der Krefeld Pinguine verlässt das Eis der DEL.

Abschied nehmen heißt es in Krefeld. Nach 684 DEL-Spielen mit 227 Toren und 329 Vorlagen beendet Herberts Vasiljevs seine Karriere. Als die DEL im Jahre 1994 den Spielbetrieb aufnahm stand Vasiljevs im Kader des damaligen Krefelder EV und bestritt als 18-jähriger 57 Spiele (5 Tore / 9 Vorlagen). Nach seiner ersten Saison wechselte er in die OHL. Über Stationen in Nordamerika -51 NHL-Spiele bestritt er für Florida, Atlanta und Vancouver- und Russland kehrte er 2004 in die DEL zurück. Nach einer Saison in Nünberg spielte er seit 2005 wieder in Krefeld. In den sozialen Netzwerken war immer wieder zu lesen: „Herbie, Du bist ein Krefelder!“ oder einfach nur: „Danke, Herbie!“  In den Rekordbüchern der DEL wird sein Name sicherlich noch lange stehen, erzielte er doch in einem Spiel acht Scorerpunkte. Eine neue Nummer 23 wird es in Krefeld nicht geben, Herberts Vasiljevs Trikot wird einen Ehrenplatz im KönigPalast erhalten. Von seinen Fans verabschiedete er sich mit „Tschüß und Auf Wiedersehen“ und fügte hinzu: „Man sieht sich immer zweimal im Leben!“

 

 

 

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