NACHGECHECKT: Richard Gelke (Heilbronner Falken)

Dirk_Artikel | Dirk Hausmann |

 

Fassen wir die Punkteausbeute von Richard Gelke zusammen, so sehen wir fünf Scorerpunkte in den ersten 24 Spielen. In den letzten drei Spielen kamen derer sieben hinzu. Wir trafen Richard zu einem kurzen Gespräch nach dem 8:3-Heimsieg gegen die Eispiraten Crimmitschau.

 

 

Foto: schlagschuss/Schweikert
Foto: schlagschuss/Schweikert

Richard, was hast Du verändert, dass bei Dir das Scoring nun so gut funktioniert?

Eigentlich nicht viel. Wir haben versucht weiterhin einfach zu spielen und Schüsse aufs Tor zu bringen. Parallel sichern wir im Slot mehr ab und versuchen nicht aggressiv rein zu gehen. Ich suche mir zudem eine Stelle aus um dann in diese Lücke zu schießen. Sonst mache ich eigentlich nichts anders.

Die Anzahl Deiner Vorlagen hat sich auch erhöht.

Ich denke, ein wesentlicher Faktor hier ist das Vertrauen untereinander. Wir drei, also Dennis Palka, Justin Kirsch und ich, passen gut zusammen und sind von der Spielanlage her ähnlich. Wir wollen die Scheibe schnell zum Tor bringen und keiner ist dem anderen böse, wenn der selber schießt statt zu passen. Durch unsere Spielweise kommen natürlich auch die Tipps und so erzielen wir Tore. Wie Dennis Palka es z.B. gegen die Eispiraten Crimmitschau gemacht hat. Ein großer Vorteil, wenn wir Schüsse zum Tor bringen, sind natürlich daraus einstehenden Rebounds, die wir dann für eine zweite oder auch dritte Chance nutzen und rein machen können.

Mir fällt auf, dass Du sehr viele Schüsse an der blauen Linie blockst. Trainierst Du das speziell?

In Unterzahl ist es extrem wichtig, dass wir in der Schussbahn stehen. Ich glaube, dass ich früher zu sehr drauf gerannt bin auf den Gegenspieler. Heute versuche ich mich eher da zu positionieren, wo der Schuss durchkommen könnte. Und dann heißt es: Beine zu machen, damit der Puck nicht durchkommt.

Die Falken haben sich seit Saisonbeginn deutlich gesteigert. Was hat sich bei Euch verändert?

Ich denke, dass wir in den ersten Saisonspielen nicht schlecht waren. Wir haben allerdings nicht konstant genug gespielt und Führungen aus der Hand gegeben. Du kriegst halt einfach kein Selbstvertrauen, wenn Du zwar nach dem Spiel sagen kannst, dass Du über weite Strecken oder über zwei Drittel gut gespielt hast, Du aber die drei Punkte nicht bekommst. In den letzten Spielen haben wir gezeigt, dass wir Rückstände aufholen und knappe Führungen über die Runden bringen können. Man sagt zwar immer „weiter, weiter“, aber es ist schon verdammt wichtig auch mal die drei Punkte zu bekommen. Zu sehen, dass wir es können, dass gibt enormes Selbstvertrauen und macht die Köpfe frei.

Alle vier Reihen können Tore schießen und Spiele entscheiden. Ist das ein Faktor für den Aufschwung?

Sicher! Man merkt bei uns, dass jede Reihe gefährlich sein kann. Das ist nicht erst seit der Umstellung so, dass hat man vorher schon sehen können. Ich glaube gerade das macht uns erfolgreich, jede Reihe kann treffen. Umso schöner wenn es dann auch gemacht wird und somit die Last nicht nur bei einer Reihe liegt.

Danke, Richard und frohe Weihnachten!

Euch allen auch, danke.

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