DURCHGECHECKT im Advent: Robert Hoffmann (Lausitzer Füchse)

Kathrin klein neu | Autor: Kathrin Wolf |

 

Seit 2014 war Robert Hoffmann Co-Trainer der Lausitzer Füchse. Wie alle anderen wurde er Ende November von der Nachricht überrascht, dass der bisherige TrainerHannu Järvenpää die Clubführung um Vertragsauflösung gebeten hatte. Dass er dann, wie schon einmal, die Mannschaft als Interimstrainer übernehmen sollte, lag nahe. Aber nach einem erfolgreichen Wochenende entschieden die Verantwortlichen, mit ihm als Headcoach die weitere Saison zu bestreiten.

 

Foto: Schlagschuss/Büttner
Foto: Schlagschuss/Büttner

„Ein bisschen bin ich dazu gekommen wie die Jungfrau zum Kinde“, sagt Robert Hoffmann und muss lachen. „Wenn man bedenkt, dass ich einer der wenigen deutschen Trainer nicht nur der DEL2 sondern auch der DEL bin, ist das natürlich eine große Herausforderung. Zugleich ist es aber für mich auch eine große Ehre, dass ich das machen darf.“ Dirk Rohrbach und die Verantwortlichen der Lausitzer Füchse waren sich indessen ziemlich zügig sicher, den Richtigen gefunden zu haben und beendeten die Suche nach einem neuen Cheftrainer bereits nach einer Woche. Für Rohrbach war und ist es wichtig, dass Trainer und Mannschaft eine Einheit bilden. „Robert war über vier Jahre hier Co-Trainer, er kennt nicht nur die Mannschaft, sondern auch das Umfeld“, spricht der Füchse-Geschäftsführer über die Gründe für seine Entscheidung. „Er hat das Zeug, die Mannschaft zu motivieren und so aufzustellen, dass sie wieder in die Erfolgsspur zurück kommt.“ Er schätzt an Robert Hoffmann besonders seinen unbedingten Willen und die Energie, die er in seine Arbeit steckt. Dass sich die Mannschaft klar für Hoffmann als Cheftrainer aussprach war zwar für seine Entscheidung nicht ausschlaggebend, allerdings war es für Rohrbach ein Signal, dass es funktionieren könnte. Etwa 20 Kandidaten standen zur Wahl, aber bei keinem hatte er das Gefühl, dass es auf Anhieb passen könnte. Das in ihn gesetzte Vertrauen hat Robert Hoffmann gerechtfertigt. „Schön, dass die Mannschaft gleich so mitgezogen hat“, sagt der 40-Jährige. „ Das erleichtert natürlich die Arbeit (lacht). Jetzt müssen wir aufholen, was wir am Anfang verpasst haben.“ Sein Konzept klingt einfach. „Ich rede viel mit den Spielern“, sagt Hoffmann. „Ich versuche die Dinge, die ich möchte, ehrlich rüber zu bringen. Als Trainer musst du glaubwürdig sein, Lösungen anbieten.“ Drei Punkte gibt es, die Hoffmann sehr wichtig sind: Respekt, Disziplin und Ehrlichkeit. Danach handelt er selber, verlangt dies aber auch von seinen Spieler. „Wenn in dieser Beziehung alle mitziehen, kommen wir zurück in die richtige Spur“, ist der 40-Jährige überzeugt. Hinter sich hat er übrigens nicht nur das Team, auch die Fans haben ihn bei der Wahl zum „Fuchs der Woche“ schon zweimal vorgeschlagen. Was den Cheftrainer natürlich freut.

Foto: Schlagschuss/Büttner
Foto: Schlagschuss/Büttner

Ein turbulenter Monat liegt hinter Robert Hoffmann. Heute, am 24. Dezember, wird er sich eine Flasche Greco di Tufo gönnen. Außerdem hat er seiner Frau versprochen, zum Abendessen zu Hause zu sein. Darauf und auf ein paar Stunden Ruhe freut sich der Trainer. Seine Ziele hat er bescheiden abgesteckt. „Primär ist unser Ziel natürlich der Klassenerhalt. Alles andere nehme ich aber natürlich gern mit. Schön wäre es schon, wenn wir vielleicht noch in die Playoffs hinein rutschen.“ Schaut man auf die Tabelle wird klar, dass dies nicht unbedingt nur reines Wunschdenken ist. Von den 31 im gesamten Saisonverlauf erzielten Punkten holten die Füchse unter seiner Leitung in nicht einmal einem Monat mit 15 Zählern knapp die Hälfte…Good Job, Robert Hoffman.

 

 

 

 

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