BANDENCHECK: Steven Rupprich (Dresdner Eislöwen)

Kathrin klein neu | Autor: Kathrin Wolf |

 

Nach einem weiteren Null-Punkte-Wochenende rutschten die Dresdner Eislöwen aus den direkten Playoff-Rängen auf den 8. Tabellenplatz ab. Nach der Derbyniederlage am Freitag bei den Lausitzer Füchsen lieferten die Sachsen am Sonntag den Bietigheim Steelers zwar einen harten Kampf, blieben aber trotz einer deutlichen Mehrheit an Torschüssen ohne eigenen Treffer. Wir haben uns mit Stürmer Steven Rupprich unterhalten:

 

 

Foto:Schlagschuss/Grit Büttner
Foto:Schlagschuss/Grit Büttner

Steven, wie geht es dir, wie geht es der Mannschaft?

Es ist für uns alle frustrierend. Wir bekommen im Moment nichts auf die Reihe. Wir versuchen alles, wir trainieren und arbeiten hart, aber vorn fallen einfach die Dinger nicht rein. Und jeder Fehler, den wir hinten machen wird sofort bestraft. Wir sind so frustriert und im Kopf fest, das grad auch nichts Gutes raus kommt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Partien der letzten Zeit habe ich heute aber ein gutes Spiel von euch gesehen.

Ja, wir haben heute viele Sachen gut gemacht. Das Problem ist nur, wenn du die guten Sachen nicht zu Ende spielst, sprich die Dinger vorn nicht rein machst, gewinnst du eben auch keine Spiele. Man fährt sich immer weiter fest. Aber es hat sicher jeder gesehen, dass wir gegen einen starken Gegner eine Schippe drauf gelegt und, bis auf die Tatsache, dass der Puck nicht rein ging, ziemlich gut ausgesehen haben.

Nun haben vermutlich die Wenigsten gegen die Steelers eine Trendwende erwartet. Was nehmt ihr trotzdem an Positivem mit?

Und fehlt es im Moment an Selbstvertrauen. Wir mussten uns heute beweisen, dass wir noch zusammen spielen können, dass es klappt, wenn wir es durchziehen. Man hat heute gesehen, dass es funktioniert und wenn wir es vorn zu Ende spielen sollten wir wieder in der Spur sein.

Nach dem zweiten Drittel gab es ein Schussverhältnis von 35 zu 12, getroffen habt ihr nicht. Was macht man, um die Torflaute zu beenden?

Ich kann da nur für mich selber sprechen. Wenn ich lange nicht treffe muss ich einfach noch mehr schießen. Egal wie es kommt, einfach drauf halten bis das Ding rein geht. Das ist so der „Ketchup-Flaschen-Effekt“. Erst kommt nichts, dann macht es „Plopp“ und dann geht es. Ein bisschen Glück gehört auch dazu und dass muss man sich erarbeiten. Ich glaube da an die Mannschaft und wir glauben auch an uns. Der Biss vor dem Tor ist eine Mentalitätssache, das kann man auch nicht trainieren. Dass muss sich im Kopf festsetzen, dass man vorn gegen den Gegner beißt. Das ist einfach auch ein Zweikampf, den man gewinnen muss. Wir müssen nur sehen, dass wir so viel wie möglich Schüsse aufs Tor geben und gut stehen und die Scheibe rein bringen, egal wie. Ich habe weiterhin ein gutes Gefühl mit dem Team und wenn es vorn wieder rein geht dann läuft es auch wieder.

Ich wünsche euch viel Erfolg!

 

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