BANDENCHECK: Feo Boiarchinov (Lausitzer Füchse)

Kathrin klein neu | Autor: Kathrin Wolf |

 

Im siebenten und entscheidenden Spiel der ersten Playdowns-Serie setzten sich die Lausitzer Füchse mit 6:3 gegen die Bayreuth Tigers durch und sicherten sich den Klassenerhalt. Feo Boiarchinov konnte an diesem Abend nach einer Verletzung im zweiten Spiel wieder ins Geschehen eingreifen und war sich sicher: „Alles ist besser, als zuzuschauen.“ Wir haben uns mit ihm nach der Partie unterhalten:

 

Erstes Tor - checkt! - Foto copyright: schlagschuss.de/Grit Büttner
Erstes Tor – checkt! – Foto copyright: schlagschuss.de/Grit Büttner

Feo, dafür dass jetzt Sommerpause ist siehst du aber sehr glücklich aus?

Oh ja. Wir sind mega happy, dass wir es jetzt endlich geschafft haben. Es hat sich so ewig und so schwierig angefühlt. Ich war ja bereits im zweiten Spiel verletzt raus, konnte nicht mithelfen und nur von zu Hause aus mit fiebern. Ich bin sehr froh, dass ich im letzten Spiel mitmachen konnte, dass es am Ende gereicht hat und wir den Sieg nach Hause geholt haben.

Bayreuth hat euch eine Menge abverlangt. Was hat die Tigers so gefährlich gemacht?

Bayreuth war einfach unberechenbar. Manchmal haben sie sehr gefährlich foregecheckt, manchmal haben sie nur hinten gestanden und auf uns gewartet. Darauf haben wir uns immer einstellen müssen. Und natürlich haben sie eiskalt unsere Fehler ausgenutzt. Bayreuth hat uns alles abverlangt.

Dein Einsatz heute stand ja auf der Kippe?

Ja, es stand bis heute Morgen auf der Kippe. Meine Gefühlslage schwankte in der Zeit nach dem zweiten Spiel und heute zwischen Frustration und Hass und der Hoffnung, dass der Arzt endlich grünes Licht gibt. Alle meinten, ich soll selber entscheiden weil es ja auch mein Kopf ist. Heute Morgen ging es mir gut und da gab es für mich keine Frage. Ich wollte und musste spielen.

Wie seid ihr heute ins Spiel gegangen?

Vollgas. Wir wussten, dass wir mit dem Rücken an der Wand standen, Bayreuth natürlich genauso. Aber unser Vorteil war vielleicht, dass wir zu Hause gespielt haben und unsere Fans haben uns natürlich angepeitscht von vorn bis hinten.

Wobei ich manchmal das Gefühl habe, dass sich manche Fangesänge postwendend rächen?

(lacht) Als Zuschauer habe ich das manchmal auch. Als Spieler auf dem Eis merkt man es so nicht (lacht).

Bei dir war es ja heute so dass du ganz schnell vom Helden zur tragischen Figur werden konntest?

Na aber echt. Ich glaube, ich habe noch nie ein Eigentor geschossen und ausgerechnet heute schieße ich eins.

Du schießt aber auch das erste Tor, sitzt beim Ausgleich auf der Strafbank…

Oh Gott ja, stimmt, das war ja auch noch!

Dann vergibst du noch einen Penaltyschuss…

Ich wusste ganz genau, wenn wir gewinnen, wird keiner mehr drüber reden. Scheint nicht so zu sein… (lacht).

Habt ihr euch in der zweiten Drittelpause noch einmal besonders eingeschworen?

Ja. Ich muss zugeben, ich war selber extrem nervös vor dem Spiel. Ich hatte noch oder nur selten in solche Momente wo ich so nervös war. Ich glaube, der ganzen Mannschaft ging es so.

Du warst ja auch noch nie in der Situation Playdowns spielen zu müssen?

Ja, das stimmt. Das war für mich eine ganz neue Erfahrung. Man kann nichts gewinnen, aber viel verlieren.

Ist es nicht sehr bitter, ganz knapp die Pre-Playoffs zu verpassen und dann Playdowns spielen zu müssen?

Man sagt ja immer, dass diese Situation die Ungünstigste ist, dass es diese Mannschaften schwerer haben, weil die anderen sich schon auf die Playdowns vorbereiten können. Wir sind als Favorit rein gegangen, aber dass es so knapp wird, wollte keiner von uns.

Was steht jetzt in der nächsten Zeit an?

Na ja, erst mal den Kopf richtig auskurieren. Und dann geht es mit dem Sommertraining wieder los. Aber heute wird gefeiert (lacht).

Feo, noch einmal Glückwunsch zum Klassenerhalt und Danke für das Gespräch!

Ich danke euch!

 

 

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