BANDENCHECK: Thomas Pielmeier (Dresdner Eislöwen)

| Autor: Kathrin Wolf  |

 

Foto: schlagschuss/Grit Büttner

Am Sonntag schossen sich die Dresdner Eislöwen beim 4:0 Erfolg über Tabellenführer Ravensburg Towerstars buchstäblich den Frust von der Seele. Die Dresdner Fans hatten nach der Schlusssirene endlich einmal Grund, ihre Mannschaft zu feiern, die sich in allen Bereichen stark verbessert präsentierte. Wir haben uns mit Eislöwen-Kapitän Thomas Pielmeier unterhalten:

 

 

 

Thomas, Glückwunsch zum Sieg. Also mir hat es heute Spaß gemacht zuzuschauen. Wie ging es Euch?

Ja, uns hat es auf alle Fälle auch Spaßgemacht. Es war ein tolles Spiel heute. Man hat gesehen, dass es auf einmal geht. Alt wie Jung hat den Schwung aufgenommen.

Erklär mir, wie das geht. Am neuen Trainer kann es doch noch nicht liegen?

Ich weiß auch nicht. Brad (Anm.: Bradley Gratton, neuer Cheftrainer)hat ein paar Sachen mitgebracht und die haben wir versucht umzusetzen. Irgendwie ist ein neuer frischer Wind reingekommen und jeder hat vielleicht den Tick mehr Schwung gehabt.

Du bist jetzt seit sechs Spielen der Kapitän deiner Mannschaft. Was konntest du dem Team für Impulse geben?

Ich alleine kann jetzt keine Impulse setzen. Aber ich versuche die Mannschaft so zu pushen, dass wir weiter so spielen wie heute. Dass jeder so mitmacht und dass es bergauf geht. Also ich freu mich auf die nächsten Spiele.

Wie wichtig war es heute, den Shutout für Marco Eisenhuth festzuhalten?

Das war sehr wichtig, grade für seinen Kopf. Die Niederlagen in der Vergangenheit waren auf keinen Fall seine Schuld. Da sind aus verschiedenen Situationen Tore gefallen, die dem Torhüter weh tun und wo er vielleicht auch nicht ganz so gut aussah. Aber er hat heute ein Riesenspiel gemacht, hat in den richtigen Situationen die Big Saves ausgepackt. Er war ein wichtiger Faktor, dass wir dieses Spiel heute gewonnen haben. Ich hoffe, dass es seinem Selbstvertrauen so gut tut, dass er diese Leistung in die nächsten Spiele mitnehmen kann. Mich freut es unheimlich für ihn.

Auch die Abwehr präsentierte sich deutlich stabiler?

Ja. Vorne wie hinten haben wir ein gutes Spiel gemacht. Wir sind ein bisschen anders eingestellt worden. Jeder weiß vielleicht seine Position ein bisschen besser, enger in der eigenen Zone stehen, sich nicht so weit raus ziehen lassen. Das sind so Kleinigkeiten, die nicht so viel Kraft kosten, die aber anscheinend spielentscheidend sein können. Dass man schließlich auch gegen den Tabellenführer gewinnen kann.

Waren die Towerstars vielleicht ein wenig überrascht von eurem Auftreten, gerade in den ersten zehn Minuten?

Das kann schon sein. Sie haben in der Saison gerade ein Spiel verloren und vielleicht haben sie uns auch ein bisschen unterschätzt. Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen. Und wenn man einmal mit zwei oder drei Toren führt, was uns in dieser Saison noch nicht so oft passiert ist, spielt es sich auch ein bisschen leichter. Da muss dann der Gegner kommen und wir haben Konterchancen. Es war eine richtig gute Mannschaftsleistung.

Jetzt heißt es für die Mannschaft, dieses Gefühl von heute konservieren und in die nächsten Spiele mitnehmen?

Wir haben erst vier Siege in dieser Saison und das ist nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Aber wenn wir so spielen wie heute, können wir jeden Gegner schlagen, egal ob zu Hause oder auswärts. Und genau den Schwung von heute müssen wir in die nächsten Spiel mitnehmen: egal ob wir vorn oder hinten liegen, wir müssen das spielen was wir heute gezeigt haben. Wir müssen uns auf unser Spiel fokussieren und dem Gegner unser Spiel aufzwingen. Agieren statt reagieren, so wie heute. Es war für uns schön zu sehen, dass wir es drauf haben und es war schön für die Zuschauer, dass sie endlich mal wieder ein geiles Spiel von uns gesehen haben. Danke an die Fans muss ich an dieser Stelle auch einmal sagen. Der harte Kern, der uns auch in dieser schlechten Zeit treu geblieben ist: Ich hoffe, dass wir euch in der nächsten Zeit etwas zurückzahlen können!

 

 

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